Der Naturpark informiert

In jüngster Zeit ergaben sich Situationen, in denen gegenseitige Wertschätzung zu fehlen scheint

WIR MENSCHEN UND DAS WETTER -
BEIDES SCHWER VORHERSEHBAR UND OFT UNBERECHENBAR

Umso mehr zählen Respekt und gegenseitige Wertschätzung.
Als Verein Naturpark Hohe Wand legen wir das in großem Maße auch auf unseren Umgang mit der Natur um.
Unser kleines Team von vier MitarbeiterInnen und zwei Aushilfskräften ist täglich für die Betreuung von Gästen, 100 Tieren und einer besonderen Kulturlandschaft verantwortlich. Als Verein Naturpark Hohe Wand verpflichteten wir uns, diese Landschaft durch sensible Pflege und Nutzung zu schonen, um sie für unsere nachfolgenden Generationenzu erhalten. Denn es sind Landschaften voller Leben. Sie sind Heimat für einzigartige, oftmals selten gewordene Tiere und Pflanzen.
In Österreich gibt es derzeit 47 Naturparke, Niederösterreich hat die meisten davon, nämlich 20 Stück. Gemeinsam haben alle Naturparke eine Fläche von knapp 500.000 ha; das ist mehr als das gesamte Burgenland ausmacht. Nur mit Fairness gültigen Regeln und qualitativen Angeboten erhalten wir Arbeitsplätze, florierende Betriebe und unterstützen die öffentliche Versorgung.

Denn es sind unsere lokalen Betriebe, auf die wir uns verlassen können und müssen, wenn es um Energie, Müll oder Verkehr geht. Aber es sind auch unsere lokalen Unternehmen, die für besonderen Genuss und abwechslungsreiche Freizeitangebote für unsere Gäste sorgen.
Gemeinsam stellen wir sicher, dass unsere einmaligen österreichischen Landschaften, gerade weil sie so beliebte Ausflugs- und Urlaubsziele sind, in ihrer hohen Qualität und Einzigartigkeit erhalten bleiben.

35 ARBEITSPLÄTZE
im Tourismus sichert der Naturpark Hohe Wand. Dazu kommen Zulieferer wie Bäckereien,Fleischhauer, Getränkelieferanten usw.die nicht nur für das Wohl unserer Gäste sorgen, sondern ihr Familieneinkommen sichern

LICHT UND SCHATTEN
Unsere Arbeit im Naturpark Hohe Wand ist ohne Respekt und Wertschätzung des Gegenübers nicht denkbar. Daher macht es uns besonders traurig,dass sich in jüngster Zeit Situationen ergaben, in denen diese gegenseitige Wertschätzung zu fehlen schien.
Der Virus Covid-19 hat viel verändert. Besonders schwer waren die letzten Monate für Menschen,die nicht, wie viele von uns, in weitläufigen, ländlichen Gegenden leben, sondern in beengten städtischen Räumen.
Sie zog es mehr als je zuvor bei den kurzen Lockdown-Pausen in unsere niederösterreichischen Wander-,Radler-Kletterparadieseund natürlich auch auf die Hohe Wand.Reisen in die Ferne, selbst in andere Bundesländer waren nicht möglich und ein paar Stunden Normalitä wurden für viele Menschen lebenswichtig.

VOR DEN TOREN WIENS
Sonnige Tage sind in der kühlen Jahreszeit Mangelware. Für die 2-Millionen-Stadt Wien und das Wiener Umland bedeutet das, viele natursuchende und sonnenhungrige Ausflügler zieht es auf die Hausberge Hohe Wand-Schneeberg-Rax. Staus und Wartezeiten sowie pandemiebedingte Schließungen einiger Destinationen führten zu ein paar Wochenenden mit hohem Besucheraufkommen das nicht nur auf der Hohen Wand. Auch in Puchberg, Mönichkirchen und am Semmering sahen wir ähnliche Bilder.

WO DER MENSCH IST, DA IST AUCH MÜLL
Es freut uns, dass Menschen, ob klein oder groß, alt oder jung, wieder mehr in die Natur gehen, doch halten sich viele leider nicht an Regeln. Das ist nichts Neues und lässt sich durch Strafen nicht ändern. Wo Menschen in Wäldern und Schutzgebieten unterwegs sind, bleibt Müll liegen. Das hat sich in der Coronazeit verschärft, weil mehr Leute unschöne Spuren hinterlassen.
Mistkübel gibt es meist genug, doch schaffen es viele Menschen nicht, ihren Müll ein Stück mitzunehmen und korrekt zu entsorgen. Dieses „Littering“ beschäftigt uns alle und fordert auch unsere Gemeinden, alles in Ordnung und sauber zu halten.

ANREISE DER AUSFLUGSGÄSTE -DANKE AN ALLE HELFERINNEN
Natürlich dürfen alle BesucherInnen auf die Hohe Wand fahren. Die Engpässe in den Covid-bedingten langen Weihnachtsferien waren eine Ausnahme.
Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an die Mitarbeiter der Straßenmeisterei Wiener Neustadt!!!
Außerdem an die Polizei, die Freiwilligen Feuerwehren und die Gemeinde, die die Wochenenden hindurch für einen reibungslosen Ablauf sorgten - DANKE!
Seit Jänner sind wir wieder bei durchschnittlichem,ja sogar geringem Besucheraufkommen;in den vergangenen Wochen angekommen.
Es zeigt sich das österreichweite und europäische „Opening“ nach dem rigorosen Lockdown.Viele Menschen planen bereits Urlaubsreisen und möchten zu ihren traditionellen Gewohnheiten zurückkehren.

WAS LERNTEN WIR AUS DER PANDEMIE?
Nicht nur beim Thema Müll, auch bei An- und Abreise und im Verkehr brauchen BesucherInnen klare Ordnung und einfache Lenkung. Bei manchen AutofahrerInnen schienen die Verkehrsregeln aufgrund der Vorfreude auf den Ausflug in Vergessenheit zu geraten.
Dem kommen wir mit den geplanten Parkplätzen entgegen, weil wir einerseits für alle BesucherInnen eine bequeme Stellfläche samt WC-Anlagen und genügend Mülleimern, direkt neben den geparkten Autos, bieten und andererseits für Sie,unsere AnwohnerInnen, wieder die Straßen und Wege von illegal geparkten Fahrzeugen samt persönlichen Hinterlassenschaften freiräumen. Außerdem erhöht es die sichere, freie Zufahrt für Einsatzfahrzeuge, für den Fall, dass etwas passiert.

KIND UND KEGEL BRAUCHEN ORDNUNG
Beim Naturpark Zentrum soll eine zusätzliche Fläche für rd. 80 PKWs für mehr Platz und damit mehr Ordnung und Qualität sorgen. Wir verstehen unsere BesucherInnen und wissen um die Bedürfnisse von Familien, die eine individuelle Anreise im Auto samt Kinderwägen, Rucksäcken,Ausflugsgepäck praktisch bevorzugen.

DÜNNE LUFT AM SKYWALK
Der Skywalk ist schon 20 Jahre alt. Kaum zu glauben, dass es immer noch Menschen gibt,denen die grandiose Aussicht nicht genug sein mag. Sie nützen den Abgrund, um Fallgeschwindigkeiten von Getränkedosen zu berechnen oder verwechseln ihn mit einem Freiluftmistkübel.
Welche Gefahren das für Mensch und Tier hundert Meter tiefer bedeutet, wissen viele nicht oder ignorieren sie. Von der Verschmutzung mal abgesehen. Die Behörde prüft, ob und wie eine Abstellfläche samt WC-Anlagen in diesem Bereich umgesetzt werden kann, um die AussichtsgenießerInnen und Paragleiter dabei zu unterstützen, hier geregelt und ohne andere Menschen zu behindern bzw. zu belästigen, zu parken.

ÖFFIS & CO IN DER ZUKUNFT
Wie manches, musste auch der geplante Start der öffentlichen Anreise vom Bahnhof Winzendorf mit der Firma Partsch Covid-bedingt auf April 2022 verschoben werden.
Die Wanderrouten, gern gekoppelt mit Übernachtungen in einem der Gastbetriebe werden ausgebaut und forciert, um die bei sportlichen BesucherInnen beliebten Fußmärsche auf die Hohe Wand attraktiver zu machen, insbesondere bei öffentlicher Anreise.
Die Zukunftsstrategie-Gespräche mit Conos brachten kreative Ideen für und mit den Gastbetrieben:z. B. gemeinsame Veranstaltungen zum Advent, Kulinarik im Frühling, Themen-Terrassen etc. bei gegenseitiger Bewerbung im Naturpark.
Selbstverständlich arbeiten wir laufend an qualitätssteigernden und bewusstseinsbildenden Maßnahmen als Naturpark und stellen Arbeitsplätze und um den Naturpark langfristig sicher auch nach Ende des für 2023 geplanten Mautinkassos.
Digitale Buchungsmöglichkeiten und Auslastungsanzeigen werden weiterhin für Klarheit und hohe Qualität sorgen.

VERLÄSSLICHE PARTNER
Wir bleiben verbindlicher und verlässlicher Naturpark Partner auf der Hohen Wand. Wir bitten Sie um eine weiterhin gute Zusammenarbeit und ein wertschätzendes Zusammenleben, weil dies eine grundlegende Voraussetzung für ein funktionierendes Miteinander ist.
Ihr Naturpark Hohe Wand-Team!